Prolog
Meru
Kili
Fazit

Fotobuch
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Aufstieg auf den kleinen
(3800 m) und großen (4566 m) Meru
Tag
1:
Wir fuhren zunächst etwa 1 ½ Stunden von Moshi in
den
Arusha Nationalpark. Insgesamt waren wir 9 Wanderer. Zu unserem Tross
gehörten noch 18 Träger, 3 Guides, 2 Köche
und ein
Ranger. Den brauchten wir nämlich, weil wir zu Fuß
durch den
Nationalpark, in dem es viele Büffel gibt, gelaufen sind.
Vor dem Aufbruch haben wir noch ein Lunchpaket bekommen und gegessen.
Dann ging´s los. Heute sollte es in 4 Stunden vom Park-Gate
auf
die 2500 m hoch gelegene Miriakamba-Hütte gehen.
Die
Savannen-Landschaft, in
der wir noch Giraffen, Zebras,
Warzenschweine und in der Ferne auch Büffel gesehen haben,
verwandelte sich schnell in einen dichten Wald. Der Weg war nicht
beschwerlich. Nach einer Pause an einem Wasserfall waren wir nach 3
¾ Stunden auch schnell an der Hütte. Die
Hütten waren
einfach, aber OK. Es gab vier Doppelstockbetten pro Zimmer und
Schlafsäcke, die unsere Träger schleppen mussten,
hatten wir
ja bei.
Am Abend gab es
die erste Kostprobe
unseres Kochs. Auch damit waren wir
sehr zufrieden. Es gab jeden Abend ein 3-Gänge-Menü:
Suppe,
Hauptgang und Obst. Wenn man bedenkt, dass das alles hochgetragen
werden muss, waren wir mehr als positiv überrascht.
Tag 2:
Am nächsten Morgen hat uns unser Koch ein schönes
Frühstück bereitet. Jeden Morgen gab es einen braunen
schleimigen Getreidebrei. Der war
gewöhnungsbedürftig, aber
nahrhaft. Aber es gab auch Eierkuchen und Toastbrot.
Heute ging es in etwa 5 Stunden immer steil bergauf zur Saddle
Hütte. Die liegt immerhin schon 3500 m hoch. Aus dem Wald
waren da
schon längst raus. In der Höhe wurde die Vegetation
schon
spärlicher. Die Hütte war ähnlich wie die
vorher. Nach
einer kurzen Pause und einem Mittagessen sind wir auf den 3800 m hohen
kleinen Meru gestiegen. Es hieß immer: Wir müssen
tiefer
schlafen als wandern. Also mussten wir auch jeden Tag einmal
höher
wandern, als unsere Hütte gelegen war. 
Vom kleinen Meru aus hatten wir einen schönen Blick
rüber zu
Meru, aber auch der Kilimanjaro war sehr schön in der Ferne im
Abendlicht zu sehen.
Einem unserer Mitstreiter ging es nicht besonders gut. Ihn hatte
bereits die Höhenkrankheit erwischt. Als wir vom kleinen Meru
zurück waren, wurde er bereits auf einer Trage fest
verschnürt
und von 4 Männern runtergetragen. Wir hatten alle Angst, dass
auch
uns die Höhenkrankheit erwischt und wir die nächsten
sind.
Tag
3:
Diese Nacht war kurz, aber schlafen konnte ich in der Höhe
ohnehin
nicht besonders. Um Mitternacht wurden wir geweckt, um ein Uhr nach
einem kurzen Frühstück (Tee und Kekse) sind wir zum
Gipfel
des Meru aufgebrochen. Sieben Wanderer waren wir noch. Im
Gänsemarsch, bewaffnet mit Stirnlampen und angeführt
von
unserem Guide David stiegen wir in 5 Stunden die 1000 m hoch auf den
Gipfel des 4566 m hohen Mount Meru. Als wir oben ankamen
dämmerte
es bereits. Unter uns lag ein dichtes Wolkenmeer und nur der
Kilimanjaro ragte daraus heraus. Und so richtig schön wurde
es,
als die Sonne direkt neben dem Berg aus dem Wolkenmeer auftauchte. Es
war ein Bild wie auf einer Kitschpostkarte.
Auf dem Gipfel selbst war es recht eng. Einer Wanderin ging es nicht
gut. Sie hatte Kopfschmerzen und musste sich übergeben,
Anzeichen
der Höhenkrankheit. Also sind wir auch schnell wieder
abgestiegen.
Nach 2 ½ Stunden waren wir schon wieder an der
Saddle-Hütte. Bevor wir die 1000 m zur nächsten
Hütte
abgestiegen sind, haben wir nochmal eine Stunde auf unseren Betten
geruht. Danach haben wir unser Gepäck verpackt und den
Trägern gegeben. Nach dem Mittagessen ging es also weitere
1000 m
runter wieder zur Miriakamba Hütte. Dort haben wir eine Nacht
geschlafen.
Solange die noch Sonne schien, war es schön warm, aber kaum
war
sie weg, haben wir gefroren.
Tag
4:
Nun ging es wieder ganz runter. Angeführt von unserem
bewaffnetet
Ranger stiegen wir heute recht steil durch den Wald ab in die Ebene des
Arusha Nationalparks. Unterwegs sind wir wirklich auf einer Wiese einer
Büffelherde begegnet. Die ist aber glücklicherweise
vor uns
ausgerissen. Es ging vorbei an einem Wasserfall, durch dichten Wald und
unten erwarteten uns viele Giraffen. Sonst sitzt man bei der Safari im
Auto, hier waren wir zu Fuß unterwegs, was es besonders
interessant machte.
Am Gate mussten wir auf das Auto warten, mit dem wir noch zwei Stunden
durch den Park fahren wollten. Außerdem wollte die Frau
unseres
Höhenkranken noch zu uns stoßen.
Auf der Safari haben wir die üblichen Tiere Afrikas gesehen:
Giraffen, Warzenschweine, Büffel, Antilopen, Affen,
Wasserböcke und viele viele Flamingos. 
Am Abend waren wir dann zurück im Hotel und haben uns auf die
Dusche gefreut. Auf den Hütten ist nicht viel mit waschen. Da
gibt
es nur eine kleine Schüssel mit warmem Wasser, denn alles
Wasser
muss ja hochgetragen werden. Da wird jeder Liter Wasser genauestens
berechnet.
Und auch ein kühles Bier war eine schöne Abwechslung
nach dem
ewigen Wasser trinken. Da wir das Wasser auch immer mit Micropur
gereinigt haben, schmeckte es auch noch chlorig.

In dieser Nacht haben wir wieder richtig gut geschlafen. Das war auch
notwendig, denn am nächsten Morgen ging es los zum Kilimanjaro.
Franky hatte unseren deutschsprachigen Begleiter am Abend zuvor
rausgeschmissen, da er seine Sache nicht besonders gut gemacht hat. Wir
hatten den Eindruck, er war ein paar Mal angetrunken oder anderweitig
berauscht. Außerdem waren seine Deutschkenntnisse nicht
besonders
gut, weshalb wir gern darauf verzichten konnten. Wir bekamen
dafür
einen neuen Guide.
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