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Schon lange
überlegen wir, ob wir mal auf die Malediven fahren sollten.
Spätestens seit wir Tauchen gehen, stellt sich uns diese Frage
öfter. Bis jetzt haben wir den Gedanken immer wieder
verworfen. Zu groß war die Befürchtung, dass uns die
Langeweile auffressen könnte. Eine Woche auf so einer kleinen
Insel - wir konnten uns das nicht vorstellen.
Nun hat aber der Wunsch nach schönen Tauchgründen
gesiegt und wir sind doch für 11 Tage auf die Malediven
gereist.
Bei der Auswahl der Insel haben viele Faktoren mitgespielt. Zuerst
natürlich der Preis! Unsere erste Wahl haben wir schnell
wieder fallengelassen, nachdem uns das Reisebüro
dafür einen Preis genannt hat, den wir zahlen wollten.
Außerdem sollte die Insel nicht zu weit vom Flughafen sein,
so dass sie schnell per Boot erreichbar war, nicht zuletzt haben wir
Wert auf ein Hausriff gelegt, an dem man unkompliziert schnorcheln kann
und eine Tauchbasis sollte sie haben. So fiel unsere Wahl
schließlich auf Bandos Island.
Zunächst mussten wir aber erst mal dorthin fliegen. Von Berlin
aus bot sich Qatar Airways über Dohar an. In 5 Stunden waren
wir von Berlin in Dohar und von dort waren es nochmal 4 Stunden bis
Male. Mit dem Boot ging es danach in 15 Minuten vom Flughafen auf
unsere Insel Bandos.
Wir hatten eine Garden-Villa gebucht. Das war vom
Preis-Leistungs-Verhältnis aus unserer Sicht optimal.
Außerdem gibt es auf der Insel noch einfache Zimmer,
Luxuszimmer und die zweistöckigen Luxus-Bungalows. Unsere
Garden-Villa lag recht zentral direkt am sehr schönen
Swimming-Pool, so dass wir zu den Restaurants, Bars und zur Tauchbasis
sehr kurze Wege hatten. Die Ausstattung war ok: Schreibtisch, zwei
Sessel, Fernseher (Deutsche Welle), Telefon und Mini-Bar und aufgrund
der Nähe zur Rezeption konnten wir sogar noch vom WLAN
profitieren.
Bei der Buchung gab es die Möglichkeit von "nur
Frühstück" bis "all inclusive". Da man auf den
Malediven während der gesamten Zeit ja doch auf einer Insel
"gefangen" ist und dort alle Mahlzeiten zu sich nehmen muss, haben wir
uns diesmal für "all inclusive" entschieden und es nicht
bereut. Denn es waren neben den Mahlzeiten alle Getränke
einschließlich Bier, Wein, Sekt, Cocktails und Schnaps
eingeschlossen. Unserer Einschätzung nach lohnte es sich auf
jeden Fall.
Die Insel selbst ist sehr schön. Mit viel Liebe wird jedes
Pflänzchen gepflegt und gewässert, so dass hier
Palmen, Mangroven, Hibiskus und viele andere Blumen und Bäume
blühen, deren Namen wir gar nicht kennen.
Was macht man nun
11 Tage auf einer einsamen Insel? Wir
hatten uns mit
reichlich Literatur versorgt, um die Zeit auszufüllen, aber
die Bücher blieben zu! Auf der Insel gab es neben einem
Tauchcenter, einen Fitness-Raum, Tischtennis, Tennis, Federball und
Kraftsport sogar einen Fußballplatz. Für ausreichend
Abwechslung war also gesorgt.
Wir sind morgens vorm Frühstück oft eine Stunde im
Pool Schwimmen gegangen. Da war es noch schön leer, bevor die
Kinder den Pool in Beschlag nahmen. Ansonsten haben wir uns die Zeit
mit reichlich Schnorcheln und Tauchen vertrieben.
Auf Bandos kann man
wirklich vorzüglich
schnorcheln. Das
Hausriff liegt wirklich nur 40 bis 60 m vor der Insel. Es gibt zwei
schmale Kanäle, in denen man durch das Riff hinaus zu
Riffkante schwimmt und dort schnorchelt. Der Fischreichtum ist toll.
Ich glaube, wir haben noch nie soviel verschiedene bunte Rifffische wie
hier gesehen. Sogar Schwarzspitz-Riffhaie sind uns beim Schnorcheln
begegnet. Wasserqualität und Temperatur (29 - 30 °C)
waren super, so dass wir auch eine gute Sicht hatten.
Die Insel besitzt eine eigene PADI-Tauchbasis, so dass wir
natürlich auch tauchen konnten. Nach einem obligatorischen
Checkdive, den wir gleich am Hausriff absolviert haben, sind wir
insgesamt 9 Mal zum Tauchen gewesen. Zum Tauchen sind wir jedes Mal mit
einem Boot rausgefahren. Die Fahrzeit lag je nach Tauchspot so zwischen
10 und 25 Minuten.
Was ich zum
Schnorcheln gesagt habe, gilt in gleicher
Weise
für das Tauchen. Die Wasserqualtät und Sicht waren
super und der Fischreichtum unbeschreiblich. Es wäre
müßig aufzuzählen, was wir alles gesehen
haben. Hier nur die Höhepunkte: Haie, Schildkröten,
Moränen, Feuerfische, Rochen (leider keinen Manta, aber die
kann man mit etwas Glück sehen).
Einen Tag haben wir einen Ausflug auf zwei Nachbarinseln unternommen -
Island Hopping nannte sich das Ganze. Zuerst waren wir auf einer von
Einheimischen bewohnten Insel, also keiner Ferieninsel. Hier sah es
nicht mehr so paradiesisch aus. Die Wohnverhältnisse waren
sehr einfach, aber nicht ärmlich. Was ich mich nur gefragt
habe ist, wovon die Menschen leben? Die einzigen, die gearbeitet haben,
waren ein paar Frauen, die Essen zubereitet haben. Die Männer,
die wir gesehen haben, hingen im Schatten rum oder wollten in ein paar
Souvenirläden ihre Dinge an die Touristen verkaufen.
Anschließend sind wir noch auf Paradise Island, eine recht
große Ferieninsel, gefahren. Hier hat es uns nicht besonders
gefallen. Erstens gab es kein Hausriff, also auch keine Fische im
Wasser, und zweites war hier eine Mole vor den Strand gebaut, so dass
man wie in einer Lagune gebadet hat. Das war die Bestätigung,
dass unsere Entscheidung für Bandos doch die richtige war.
Fazit des Ausflugs: Hätte nicht sein müssen.
Neben Tauchen, Schnorcheln und andern sportlichen Aktivitäten
haben wir natürlich auch die kulinarischen Annehmlichkeiten
genossen. Da bei "all inclisive" wirklich alles dabei war, haben jeden
Abend unseren "Sundowner", ein Gläschen Sekt und nach dem
Abendessen auch mal einen Cocktail genossen. Am schönsten war
es dabei in der Sundowner Bar, die direkt im Meer stand, wenn abends
ein frisches Lüftchen wehte. Kalt wurde es übrigens
nie. Wozu wir eine Jacke mithatten, wissen wir auch nicht.
Abends war immer Unterhaltung in der Sand Bar angesagt. Für
jeden Geschmack war etwas dabei. Die Disco war nicht ganz unserer, aber
die Live Bands, die abends gespielt haben, waren sehr gut.
Und so sind die Tage schnell vergangen, ohne dass es uns auch nur
einmal langweilig geworden wäre. Wie gesagt: Zum Lesen sind
wir gar nicht gekommen. Die paar Mal, die wir am Strand unter Palmen
gelegen haben, haben wir einfach genutzt um das Meer und die Sonne zu
genießen.

11 Tage waren
schnell vorbei und so hieß es
Abschied nehmen
von unseren schönen Insel Bandos. Und wie immer, wenn es uns
gefallen hat, sagen wir: Wir kommen bestimmt mal wieder.
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